Nachbetrachtung der „Kundgebung gegen die Zustände am Institut für (Un)Politische Wissenschaft“

LUH_Contra wertet die Kundgebung vor dem Institut für (Un)Politische Wissenschaften am 21.01.2014 als vollen Erfolg. Zwischen 13.00 und 14.00 Uhr fanden sich etwa 100 Personen vor dem Institut ein, um verschiedenen Redebeiträgen und der Musik zu lauschen. In Anbetracht der anstehenden Prüfungsphase, dem Wetter und der Uhrzeit, ist das wesentlich mehr, als unsere Gruppe erwartet hatte.

Wir begrüßen besonders die Anwesenheit vieler Dozierender, die wohl gekommen waren, um sich endlich eindeutig und öffentlich gegen Rassismus zu positionieren. Die meisten Angehörigen des Lehrkörpers taten dies, indem sie Aufkleber an ihrer Kleidung befestigt hatten, die sich gegen Rassismus und Gewalt wendeten. Bisher haben wir unsere Kritik an der Wissenschaft nur sehr knapp formuliert. Im Rahmen der Kundgebung war von Seiten der Dozierenden jedoch zu spüren (und auch zu hören), dass ein großer Bedarf besteht, diese weiter auszuführen – bzw. näher zu erläutern. Wir arbeiten bereits seit einiger Zeit daran und werden dies in den kommenden Tagen ausführlich(er) tun. Vorab sei gesagt, dass sich diese Kritik weniger gegen die Dozierenden persönlich richtet, sondern eher gegen das allgemein gültige Verständnis von Wissenschaft, welches – im Rahmen der Lehre – nicht nur an unserer Universität oder im speziellen am Institut für (Un)Politische Wissenschaften, gehegt und gepflegt wird.

Wir begrüßen auch die Anwesenheit verschiedener Personen der Universitätsleitung, wie beispielsweise dem Präsidenten Prof. Dr. Erich Barke, die unseren Anliegen, dem Vernehmen nach, durchaus wohlwollend gegenüber stehen. Wir freuen uns aber vor allem über die vielen Studierenden, die sich durch ihre Anwesenheit mit unseren Forderungen solidarisieren oder zumindest bereit waren, sich mit deren Inhalt auseinanderzusetzen. Letzteres ist zumindest ein erster Schritt – wir hoffen daher weiter auf starken Zuspruch zu den kommenden Veranstaltungen.

Wir bedanken uns bei Radio Leinehertz 106,5, dass sie bereit waren, sich mit unserer Kritik zu befassen und uns eine Plattform gegeben haben, um diese an die Öffentlichkeit zu tragen. Außerdem bei Andrea Scharpen, die einen Beitrag für die taz geschrieben hat, in welchem wir ebenfalls Gelegenheit hatten unser Anliegen und dessen Motivation darzulegen.

Die Redebeiträge können hier nachgelesen werden:

  • Aufruf zur Kundgebung von LUH_Contra
  • Redebeitrag eines Vertreters der Basisdemokratischen Fachschaft Sozialwissenschaften
  • Redebeitrag von LUH_Contra zum Umgang mit dem „Outing“ Christina Kriegers und zur Problematik von Rechtsradikalen an Universitäten [1]
  • Aufruf an die Studierenden von LUH_Contra
  • Anmerkungen:

    [1] Wir haben mit unserem Beitrag zum „Outing“ Christina Kriegers vorerst alles Notwendige zum Thema gesagt. Wir möchten zwar Dr. Heiko Geiling auf der anstehenden Podiumsdiskussion Gelegenheit geben, sich zu seinen umstrittenen Aussagen zu äußern, hoffen aber, dass wir das Thema zügig abhandeln und uns dann endlich der eigentlichen Problematik zuwenden können.