An der Leibniz Universität regt sich Widerstand

Im November wurde an der Leibniz Universität die Vorsitzende der NPD-Hannover, Christina Krieger, “geoutet”. Beim Institut für Politische Wissenschaften und vielen Studierenden stieß die Aktion auf Unverständnis. Befeuert durch das Medienecho, sorgte sie daher intern für reichlich Gesprächsstoff. Es ist zwar ruhiger geworden, der Konflikt schwelte jedoch im Hintergrund. LUH_Contra – ein Bündnis von Studierenden, organisiert nun Aktionstage.

Das Bündnis LUH_Contra
Sie wollen das Thema im Gegensatz zur Aussage des Instituts in der offiziellen Stellungnahme nicht totgeschwiegen wissen und rufen die Studierenden auf, sich eindeutig gegen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu positionieren. Die Stellungnahme, verfasst von Heiko Geiling, hatte überregional für hitzige Debatten gesorgt und ist nicht zuletzt Auslöser für die Formierung des Zusammenschlusses vieler Studierender (mit unterschiedlichen politischen Hintergründen) unter dem Namen LUH_Contra. Dieses hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen breit angelegten Diskurs über das Thema “Nazis an der Uni” zu entfachen. Dazu haben sie einen Aufruf an die Studierenden veröffentlicht, in dem sie ihren Grundsatz deutlich machen: “Gegen Nazis an der LUH!”. Außerdem sind mehrere Aktionstage in den kommenden Wochen geplant.

Die kommenden Termine im Überblick
Kundgebung gegen die Zustände am Institut für (un)politische Wissenschaft” | Dienstag, 21. Januar um 13:00 Uhr | Am Schneiderberg 50 (vor dem IPW)
Einführung zu Nazistrukturen in Hannover” | Donnerstag, 23. Januar um 18:00 Uhr | Hörsaal 003 im Conti-Hochhaus (1502) am Königsworther Platz 1
Podiumsdiskussion – Nazis an der Uni!?” | Dienstag, 28. Januar 2014 um 18:00 Uhr | Hörsaal 003 im Conti-Hochhaus (1502) am Königsworther Platz 1
Workshop – Argumentieren gegen Rechts” |Donnerstag, 30. Januar 2014 um 18:00 Uhr | Hörsaal 003 im Conti-Hochhaus (1502) am Königsworther Platz 1

Weitere Informationen
LUH_Contra || Infoblog

Ausschlussklausel zu den Veranstaltungen
Alle Veranstaltungen sind grundsätzlich öffentlich und Vertreter der Presse ausdrücklich dazu eingeladen. Die Veranstaltenden behalten sich jedoch bei allen Terminen vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsradikalen Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, oder am entsprechenden Tag durch solche auffallen, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

Kontakt: luh_contra@gmx.de

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