Archiv für Januar 2014

Nachbetrachtung zu „Nazistrukturen in Hannover“

Am Donnerstag den 23.01. folgte die dritte Veranstaltung unserer Reihe. Auf dem Programm standen diesmal die Nazistrukturen in Hannover. Auch dieser Vortrag war recht gut besucht und es fanden sich wiederum einige Dozierende des IPW ein, die sich über die Problematik informieren wollten. (mehr…)

Protokoll eines Seminars

Wie man sich fühlt, wenn ein Nazikader vor einem einen Inputvortrag hält, darüber haben wir heute einen anonymen Bericht erhalten, den wir Euch nicht vorenthalten möchten. (mehr…)

Nachbetrachtung der „Kundgebung gegen die Zustände am Institut für (Un)Politische Wissenschaft“

LUH_Contra wertet die Kundgebung vor dem Institut für (Un)Politische Wissenschaften am 21.01.2014 als vollen Erfolg. Zwischen 13.00 und 14.00 Uhr fanden sich etwa 100 Personen vor dem Institut ein, um verschiedenen Redebeiträgen und der Musik zu lauschen. In Anbetracht der anstehenden Prüfungsphase, dem Wetter und der Uhrzeit, ist das wesentlich mehr, als unsere Gruppe erwartet hatte. (mehr…)

Die Kundgebung in der taz

Dank Andrea Scharpen, die als Vertreterin der Presse auf unserer „Kundgebung gegen die Zustände am Institut für (Un)Politische Wissenschaften“ am 21.01.2014 anwesend war, sind wir in der aktuellen Ausgabe der taz vertreten.

Online kann der Beitrag über LUH_Contra und die Kundgebung hier nachgelesen werden.

LUH_Contra bei Radio Leinehertz 106,5

Am 21.01.2014 waren zwei unserer Vetreter bei Radio Leinehertz 106,5 zu Gast, um unsere Anliegen an die Öffentlichkeit zu tragen. Der Beitrag ist als Podcast bei Radio Leinehertz verfügbar, oder kann direkt hier nachgehört werden. Wir bedanken uns für die Bereitschaft der Verantwortlichen, sich mit unseren Anliegen auseinanderzusetzen.

Leider haben wir es versäumt, die Erhaltung von Dr. Rolf Pohls Stelle als eines unserer Ziele explizit zu formulieren. Deshalb sei hier und jetzt noch einmal darauf hingewiesen.

Die SPD-“Outingaktion“ der Hochschulgruppe der Partei DIE PARTEI

Am 15. Januar 2014 hat die Hochschulgruppe der Partei DIE PARTEI, unter dem Motto „SPD-Politiker_innen enttarnen! Keinen SPD-Kader an der Uni!“, Stephan Reinisch in der Ringvorlesung für Politikwissenschaften als SPD-Mitglied „geoutet“. (mehr…)

An der Leibniz Universität regt sich Widerstand

Im November wurde an der Leibniz Universität die Vorsitzende der NPD-Hannover, Christina Krieger, “geoutet”. Beim Institut für Politische Wissenschaften und vielen Studierenden stieß die Aktion auf Unverständnis. Befeuert durch das Medienecho, sorgte sie daher intern für reichlich Gesprächsstoff. Es ist zwar ruhiger geworden, der Konflikt schwelte jedoch im Hintergrund. LUH_Contra – ein Bündnis von Studierenden, organisiert nun Aktionstage. (mehr…)

Workshop – Argumentieren gegen Rechts

Den Abschluss für dieses Semester bildet der Workshop “Argumentieren gegen Rechts”. Hier soll deutlich gemacht werden, dass es sich bei rechtem Gedankengut nicht bloß um leere Phrasen, sondern eine ernst zu nehmende Gesinnung handelt und dass man diese nicht für sich stehen lassen darf. Den Teilnehmern wird vermittelt werden, wie man mit Situationen umgeht, in denen solche Gesinnungen zu Tage treten. (mehr…)

Podiumsdiskussion – Nazis an der Uni!?

In der darauffolgenden Woche wird es eine Podiumsdiskussion zum Thema “Nazis an der Uni” geben. Für das Podium zugesagt haben: Heiko Geiling (Professor am IPW) und Michael Höntsch | SPD (Mitglied des niedersächsischen Landtags und dessen Experte für Rechtsradikalismus). (mehr…)

Lokale Strukturen der Neo-Nazisszene

Am Donnerstag den 23. Januar um 18.00 Uhr folgt ein Einführungsvortrag zu den Strukturen der lokalen Neo-Naziszene. Hier werden Einblicke in das hannöversche Netzwerk rechtsradikaler Gruppen und Personen gegeben. Neonazis und andere extrem rechte Gruppen erleben in den vergangenen Jahren in der Region Hannover einen Aufschwung. Die Aktivitäten der Rechten reichen von zahlreichen Propaganda-Aktionen von Gruppen aus der neonazistischen Kameradschaftsszene über den Vertrieb von Rechtsrock, von rechtsmotivierten Angriffen bis zu relativ hohen Zustimmungswerten für rechtspopulistische Parteien. Mit den Neo-Nazis von „Besseres Hannover“ war eine der aktivsten Kameradschaftsgruppen in Niedersachsen in der Region Hannover aktiv. (mehr…)

Kundgebung gegen die Zustände am Institut für (Un)Politische Wissenschaft

Auftakt-Veranstaltung ist eine Kundgebung am Schneiderberg, die sich ganz allgemein gegen die Zustände am Institut für (Un)Politische Wissenschaft richtet, welche, nach Meinung von LUH_Contra, die Anwesenheit von Nazis erst ermöglichen. Thematisiert wird hier das Selbstverständnis moderner Universitäten, welches vor allem auf Effizienz ausgelegt ist. So verkommen Universitäten zu industrialisierten Legebatterien, die es primär zum Ziel haben qualifiziertes, junges Personal für den Arbeitsmarkt zu produzieren. Die Wissenschaft tritt dabei in den Hintergrund. In Folge dessen werden Lehrstühle, Vorlesungen und Seminare vom Lehrplan gestrichen, die als ineffizient angesehen werden. Auseinandersetzungen mit alternativen, kritischen Theorien werden dadurch unmöglich gemacht – gelehrt wird, was im Sinne der späteren Berufstätigkeit unmittelbaren Nutzen generiert. (mehr…)

Nazis an der Uni!? Diskussionsabend zu den aktuellen Ereignissen

Bereits im Dezember gab es eine erste, spontane Diskussionsveranstaltung unter dem Motto “Nazis an der Uni!?” die von den Studierenden, trotz kurzer Werbephase, sehr gut angenommen wurde. Nach einem kurzen, aber erhellenden Einführungsvortrag zur Extremismustheorie (in welcher der Referent diese anschaulich demontierte) wurde von den Moderatoren in eine Diskussion übergeleitet. Besprochen wurde dabei vor allem, das Thema “Nazis an Universitäten”.
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Aufruf zur Kundgebung gegen die Zustände am Institut für (Un)Politische Wissenschaften

GEGEN DIE ZUSTÄNDE AM INSTITUT FÜR (UN)POLITISCHE WISSENSCHAFT!

Wir kommen heute hierher, an den Schneiderberg 50, weil uns die Zustände an diesem Institut nicht passen. Sie sind falsch, weil sie vorgeben etwas zu sein, was sie nicht sind. Dies wurde selten so deutlich wie im letzten Semester, war aber schon seit längerer Zeit absehbar.

Die Wissenschaft am IPW ist nicht politisch – deshalb, weil ihr jeder Begriff von Politik abgeht. Das IPW ist ein unpolitisches Institut, nicht nur wie beispielsweise das Institut für Mess- und Regelungstechnik an der Fakultät für Maschinenbau vielleicht ein unpolitisches Institut sein kann, sondern schlimmer:

Das Institut für Politische Wissenschaft bekämpft unter der Prämisse seines Namens das Politische selbst. Es ist von Seite des Instituts her unzulässig, politisch zu handeln und zu denken. Es ist dort politisch nicht korrekt, sich selbst ins Verhältnis zu setzen. Die Studierenden werden dazu aufgefordert, eben dieses nicht nur sein zu lassen, sondern es auch anderweitig zu unterbinden.

Diese vermeintliche Neutralität rührt aus einem infantilen wie frühvergreisten Wissenschaftsbegriff, der sich selbst rausnehmen will, aber nicht kann.[1] Mit der falschen Aufhebung seiner Erkenntnis durch die Unterdrückung von Widersprüchen, entledigt sich die Wissenschaft am IPW nur ihres Gegenstandes, bleibt aber selber formal bestehen als nunmehr tote Hülle, bewohnt von Expert_innen ohne Expertise. [2] Damit bewegt sich das Institut gemäß seinem Erkenntnisinteresse nur noch als verkrustete Form von Gesellschaft, wie auch Demokratie heute postdemokratisch, grau und langweilig ist. Das hat Gründe, und das birgt Risiken, und diese werden systematisch verkannt. Veränderungen haben mit Unbestimmtheit und Zukunft zu tun, und Spekulation lässt sich nicht in Gesetzmäßigkeiten pressen. Da packt Unbehagen den Kleingeist.[3]

Das Problem heisst Positivismus!
Was an der Universität damit systematisch geschieht, ist die Auslöschung des Geistes in der Geisteswissenschaft. Wissenschaftliche Erkenntnis wird zurecht gestaucht auf Objektivierungen, die konkrete Qualität mit empirischen Methoden abstrakt quantifiziert, die gemachte Norm zum bestehenden Faktum verklärt und das Subjekt nicht bloß darin aufgehoben, sondern aus der Welt verdrängt. Die Zustände, gegen die wir uns wenden, sind geistlose Zustände![4]

Wir wissen, dass die Dozierenden dieses Instituts schon 2009 vorwegnahmen, [5] was in Bochum erst im letzten Jahr geschehen ist: Wer sich nicht fügt, wird verbal und körperlich angegangen. [6] Weil die Dozierenden hier offenbar das geltende und abstrakte Recht als die einzige Instanz von Autorität verkennen, fehlt ihnen offenbar konkret genau diese.[7]
Souveränität ist etwas ganz anderes, als das hier.

Widersprüche mit Gewalt kitten zu wollen ist genau das Gegenteil davon, was das Institut will: Eine politische Stellungnahme. Genau darum sind hier heute Nazis eingeschrieben.

Gerade deswegen fordern wir am IPW das Verbotene: Den Mund aufzumachen und die Stille zustören! [8]

Beim Bestehenden nicht stehenbleiben, wenn etwas Besseres möglich scheint und ist!

Für das Schöne Leben, gerade hier! Gegen diese Zustände!

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Verweise:

[1] http://sowihannover.de/2013/11/stellungnahme-zur-aeusserung-von-herrn-prof-dr-geiling-am-13-november-2013/

[2] http://sopos.org/aufsaetze/5294bcf55154f/1.phtml

[3] http://bit.ly/1ezYJXT

[4]http://www.frblog.de/geisteswissenschaften/

[5] http://de.indymedia.org/2009/06/253543.shtml

[6] http://www.fr-online.de/campus/-outing--aktion-ruhr-universitaet-bochum--rub--mein-kommilitone--der-neonazi,4491992,25619366.html

[7] http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Aktion-gegen-NPD-Chefin-an-der-Uni-Hannover

[8] http://sowihannover.de/2013/11/stellungnahme-zur-aeusserung-von-herrn-prof-dr-geiling-am-13-november-2013/